Die „Etwas Andere Weihnachtsfeier“ der mkg bad schwartau

Gestern Abend war es wieder so weit: die obligatorische Praxis-Weihnachtsfeier stand an. Nachdem in den letzten Jahren eher Kulinarisches (Kochen in der „Kocherei“ und der „Sou- terinne“)  bzw. Spannung („Krimi-Dinner“) auf dem Plan standen, tauchten wir dieses Jahr zur Abwechslung mal ins pralle Leben ein.

Nach gemeinsamer Fahrt nach Hamburg und leichtem Vorglühen auf dem St.-Pauli-Weih- nachtsmarkt erwartete uns Michael von den „Kiezjungs“ am Beatles-Platz zur Führung durchs Rotlichtmilieu. Der von Statur und Mundwerk mit Sicherheit auch auf dem Kiez durch- setzungsfähige St.-Paulianer gab uns zunächst mal eine Einweisung in die Kiez-Etikette („1. Portemonnaie in die Innentasche.   2. Handtasche diagonal vorne tragen und alle 2 Minuten gucken ob nicht 20 Kriminelle drin sitzen.   3. Keine Photos, auch nicht aus der zweiten Reihe. Das gibt Ärger mit dem Personal, mindestens eine „Respektschelle“, und die Kamera klatscht sowieso vor die nächste Wand“).
So gerüstet, konnte es los gehen und wir erkundeten „Hamburgs sündige Meile“. Nachdem Michael eine gute Stunde Informationen und Dönekes über die Geschichte des Kiez zum Bes- ten gegeben und wir schon so Einiges von Reeperbahn und angrenzenden Gassen erlebt hatten, war bei Temperaturen um den Gefrierpunkt eine Einkehr willkommen. Michael zeigte uns hierzu sein Lieblings-SM-Studio, wo wir zu unserem Erstaunen in einem der von Jeder- mann buchbaren „Themenzimmer“ auch eine Reihe uns wohl bekannter medizinischer Geräte wiedersahen, die aber wohl auch an einem solchen Ort segensreiche Anwendung finden.
Nach einem „Ficken“ (Likörchen, der wirklich so heist) an der Bar und einer interessanten Konversation mit Hauskunden führte uns die weitere Rotlicht-Tour noch an weiteren Erotik-Etablissements, Michaels Lieblings-Currywurst– und Fischbrötchenbude sowie dem „Silber- sack“ und der „Großen Freiheit“ vorbei. Beschlossen wurde der gelungene Einstieg in Ham- burgs Nachtleben mit dem Besuch einer „Table Dance Bar“, wo wir nochmal aufwärmten und währenddessen von spärlich bekleideten jungen Damen artistische Kunststücke an einer Stange vorgeführt bekamen.

So viel Frischluft und Information machten richtig hungrig, weshalb wir anschließend noch ins „Schweinske“ auf der Reeperbahn  zum gemeinsamen Abendessen einkehrten.

Na, das war in Sachen „Weihnachtsfeier“ mal was ganz anderes !

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